Aktuelles: Freifahrt für Schwerbehinderte begrenzt erweitert

Dass Schwerbehinderung und Freifahrtberechtigung sich nicht notwendig entsprechen, zeigt die Pressemeldung der Deutschen Bahn vom 21.06.2011. Diese besagt, dass schwerbehinderte Menschen mit grün-rotem Schwerbehindertenausweis und Wertmarke ab 1. 9. 2011 grundsätzlich uneingeschränkt in Zügen kostenlos befördert werden könnten.

Erweckt wird zum Einen bei unzähligen Behinderten die Hoffnung, das Recht auf kostenlose Beförderung im Personennahverkehr könnte nun von jedem als schwerbehindert Anerkannten beansprucht werden. Auch könnte der falsche Eindruck entstehen, dass der Anspruch sich über den Nahverkehr hinaus auch auf Intercity und ICE-Züge sowie in- und ausländische private Verkehrsunternehmen erstreckt.

Inhalt der von Deutsche Bahn und Bundesministerium für Arbeit und Soziales getroffenen Vereinbarung ist aber, dass die jetzige Begrenzung auf den Umkreis von 50 km um den Wohnort des Berechtigten
aufgehoben und auf alle deutschen Nahverkehrszüge der Bahn ausgedehnt wird. Den gesetzlichen Anforderungen genügen Personen, deren Schwerbehinderung erhebliche Bewegungseinschränkungen im Straßenverkehr begleiten, oder die hilflos, blind oder gehörlos sind.
Die Regelung gilt auch für die Mitnahme einer notwendigen Begleitperson, wenn die zusätzlichen strengen Voraussetzungen vorliegen.